Sicherheitstechnik

In unserem Unternehmensbereich Sicherheitstechnik entwickeln, produzieren und vermarkten wir Produkte, Systemlösungen und Dienstleistungen für Personenschutz, Gasmesstechnik und ganzheitliches Gefahrenmanagement. Unsere Kunden sind die Industrie, der Bergbau und öffentliche Auftraggeber wie Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz. Das Portfolio umfasst Systeme zur stationären und mobilen Gasmessung, persönliche Schutzausrüstung, professionelle Tauchtechnik, Alkohol und Drogentestgeräte, verschiedenste Trainings- und Serviceangebote, aber auch Projektgeschäfte wie komplette Brandübungsanlagen.

Branchenentwicklung

Die Nachfrage nach Produkten der Sicherheitstechnik zeigte sich 2012 größtenteils stabil. Trotz der sich abkühlenden Weltkonjunktur entwickelte sich die Nachfrage der überwiegend exportorientierten Industrie in Deutschland leicht positiv. In Südeuropa sank der Bedarf aufgrund des Abschwungs. In den USA führte die boomende Erschließung neuer Schiefergasvorkommen zu einer steigenden Nachfrage für Sicherheitstechnikprodukte, und zwar sowohl im Petrochemiesektor als auch in der zuliefernden Chemieindustrie. US-amerikanische Chemikalien- und Kunststoffhersteller profitieren dank des derzeit billigen Erdgases von gesunkenen Produktionskosten. Die so im internationalen Vergleich erzielten Wettbewerbsvorteile spiegeln sich im steigenden Bedarf an Sicherheitstechnikprodukten wider. In Südamerika verzeichneten verschiedene Industriebereiche robuste Zuwächse – beispielsweise die Produktion für Basis-Chemikalien in Mexiko oder die chemische Industrie in Brasilien, die sich wieder im Aufwind befindet. Die Nachfrage in Asien wuchs trotz des nachlassenden Expansionstempos in Indien und China. Den Märkten des Nahen Ostens und Afrikas verhelfen zwei Faktoren zu einer erfreulichen Nachfrage: zum einen der umfangreiche Ausbau des Raffineriesektors, der Petrochemie und nachgelagerter Industrien in Saudi-Arabien, zum anderen der Wiederaufbau in Libyen. Während in den Vorjahren durch eine strenge staatliche Sparpolitik in den Industrienationen deutlich niedrige Budgets bei den Feuerwehren zu verzeichnen waren, profitierte die Branche 2012 von einer verhaltenen Auflösung der Investitionsstaus bei Standard-Feuerwehrausrüstungen.

Künftige Branchensituation

Für die Märkte der Sicherheitstechnik erwarten wir 2013 eine moderat positive Entwicklung, beeinträchtigt durch die gebremste Weltkonjunktur. Die hohen Wachstumsraten in Ländern wie Indien oder China werden die verringerte Nachfrage entwickelter Länder nach Öl und Gas ausgleichen und damit für anhaltende Investitionen in diesem Sektor sorgen. Erhöhte Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen in den Ländern werden zusätzliche Investitionen in die Sicherheitstechnik erfordern. Im Euroraum wird die weiterhin angespannte Lage vor allem in Südeuropa die Nachfrage dämpfen. Die erwartete Konjunkturabkühlung in Deutschland wird sich primär belastend auf unser Geschäft auswirken. Ähnlich wie in der Medizintechnik erwarten wir in diesem Jahr für die Branche der Sicherheitstechnik, dass die BRIC-Länder weiter überdurchschnittlich wachsen werden, angeführt von China. Die letztjährige Abschwächung im Bergbau sollte sich 2013 nicht fortsetzen. Hier wird bis 2020 ein Wachstum von 3,9 % erwartet. Die wirtschaftliche Lage in Brasilien wird sich 2013 allmählich verbessern, und zwar wegen der Lockerung der Geldpolitik, die entsprechende Investitionen begünstigt. Dennoch wird Brasilien von allen BRIC-Ländern das geringste Wachstum erreichen. Weitere Schwellenländer werden ebenfalls weiter stark zulegen. Für Indonesien erwarten wir auch in der Sicherheitstechnik eine zunehmend positive Geschäftsentwicklung. In den für uns relevanten Märkten in der Öl und Gas- sowie Chemie- und Bergbauindustrie in Nordamerika sind weiterhin hohe Zuwächse zu erwarten, getrieben durch Bestrebungen nach einer stärkeren Unabhängigkeit von Ölimporten. Im Marktsegment Feuerwehr erwarten wir allerdings weniger Neuanschaffungen, da die Kosten gestiegen sind, die Budgets aber reduziert oder eingefroren wurden.